29 September 2006
28 September 2006
Schlüsselerlebnis - Eltern
Eltern! Ich weiß nicht, inwiefern es Euch ähnlich geht, aber ich bin in letzter Zeit immer weniger beeindruckt/ überzeugt von deren Gedanken, Ansichten und v.a. Reaktionen. Vielleicht hätte der Prozess schon viel früher losgehen sollen, d.h. mit dem Auszug aus dem Elternhaus.
Aber selbst zur Jugendzeit, in der man sehr wohl verschiedene Ansichten hatte, war die gedankliche Einstellung eine andere als die jetztige. Irgendwie war man trotz des gelegentlichen Augenrollens über die elterlichen Entscheidungen doch immer der Meinung, dass Eltern einen stets an die Hand nehmen, neben einem stehen und man den Weg gemeinsam beschreitet.
Besser später als nie, aber ich habe HEUTE begriffen, dass man im schönen Mitt-Zwanziger-Alter längst nicht mehr unbedingt "nebeneinander steht". Man schaut zwar vielleicht in die gleiche Richtung, aber eigentlich läßt man die Eltern hinter sich, da man sich selbst viel schneller entwickelt. Es ist eher so, dass man sich eingestehen muß, dass man einer anderen Generation angehört.
Ich habe vor langer Zeit eingesehen, dass meine Eltern mit allem, was mit Technik und Computern zu tun hat, nichts am Hut haben. Aber das reicht bei weitem nicht aus. Es ist auch so, dass Eltern sich nicht mehr in gleicher Weise über die Dinge freuen, über die man sich selbst freut. Außerdem zeigen sie vielleicht nicht immer die Euphorie, die sie früher gezeigt hätten. Möglicherweise können sie sich nur noch schwer in das Leben des anderen versetzen und wer weiß, ob sie immer alles verstehen.
Wichtig zu erkennen ist aber auch, dass es längst nicht mehr die Eltern sind, die wie früher stets die richtigen Erklärungen geben bzw. Ratschläge erteilen. Ist es jetzt nicht oft so, dass man selbst der jenige ist, der erklärt? Manchmal sind deren Ratschläge - betrachtet man die Informationen, die man selber hat - irreführend oder einfach belanglos.
Fakt ist: Eltern nehmen einen nicht mehr an die Hand. Ja, sie sind für einen da, wann immer man Hilfe braucht, aber so ist ihre Rolle doch hintergründig geworden. Übersetzt hieße das, dass sie sehr wohl hinter einem stehen, aber nicht mit einem gehen. Und ich halte nach wie vor daran fest, dass deren Generation anders denkt und agiert und sie manche Dinge einfach anders einschätzen, vielleicht auch falsch. Ich finde, dass sie gerade aus diesem Grund nicht mehr die tragenden Persönlichkeiten sein können und die Beziehung Eltern - Kind demnach oberflächlicher wird! Ich glaube, erst wenn man DAS verstanden hat, sucht man nicht mehr danach, das festzuhalten, was schon längst überholt ist.
25 September 2006
Kopenhagen
Gestern nacht bin ich zurück gekommen und obwohl ich noch immer total kaputt bin, bereue ich keine Minute :-) Kopenhagen ist einfach richtig schnuckelig. Die Stadt ist durch seine zahlreichen Giebelbauten und Kanäle richtig romantisch und bietet trotz seiner nördlichen Lage jede Menge Flair, was den vielen traumhaften Restaurants und Bars zu verdanken ist.
Den abgetragenen Schuhen zufolge haben wir wirklich alles gesehen: die Amalienborg; die kleine Meerjungfrau; die neue Oper; den weltberühmten Freizeitpark Tivoli; den Stadtteil Christianshavn; die Freistadt Christiania etc. etc. Und obwohl es nur 2 Tage waren, habe ich doch viel über die Dänen gelernt. Da gibt es zum Beispiel die Liebe zum Fahrrad (davon sieht man schon mal mehr als Autos), das mittägliche Smorrebord (sehr lecker), die Öresundbrücke (die es möglich macht, von Dänemark nach Schweden in nur 15 min zu gelangen), die dänische Sprache (cool), der ungewöhniche Kleidungsstil (Strumpfhosen sind in), das typisch skandinavische Gesicht (hübsch, hübsch), die klugen Ampelsysteme (sogar ich warte da bei rot), Eis mit Streuseln (juhu) und vieles mehr.
Aber, um einen Eindruck zu bekommen, schaut Euch einfach selbst um. Hier gehts zur Slideshow :-)
18 September 2006
Die Gerüchteküche brodelt
Eigentlich ist es nicht meine Absicht, hier philosophische Themen anzuschneiden und doch lassen mich manche Dinge, die in der großen Welt des Softwareherstellers mit den drei Buchstaben vor sich gehen, nicht ruhen - besonders nicht, wenn ich selbst ins Zentrum eines Gerüchtes rücke. Sicher ist es ganz natürlich, dass die Anzahl und die Schnelligkeit der Verbreitung von Gerüchten in einer Firma mit sinkender Mitarbeiterzahl steigt. Dennoch frage ich mich (besonders da die Anzahl der von mir bekannten Unternehmen sehr gering ist), ob dies denn noch normal und die Situation überall erschreckend ähnlich ist.
Besonders erstaunlich finde ich, mit welcher Selbstverständlichkeit der Klatsch & Tratsch weitergeben wird. Man könnte wirklich meinen, Gerüchte sind die effizienteste Form der Kommunikation (und DAS, wo ich in der Kommunikation arbeite). Dabei frage ich mich immer, wie intelligent die Menschheit wirklich (und hier möchte ich niemandem zu nahe treten) ist?! Oder dienen Gerüchte lediglich dem Unterhaltungswert?
Wie läßt es sich beispielsweise erklären (um nur ein Exempel zu nennen), dass manche Mitarbeiter (und wir reden hier von MA mit Führungsverantwortung) wirklich denken, dass man allein dann den Anspruch eines Firmenwagens verliert, wenn dieser Umstand beim Rest der Belegschaft Eifersucht bzw. Neid auslöst? Sorry, aber da frag ich mich: "Glauben die das denn wirklich???" Haben die je den Wahrheitsgehalt solcher Nachrichten in Frage gestellt? Und um Himmels willen, wieso zur Hölle besetzen solche Personen die Stellen von Abteilungsleitern?
Mir fällt dazu nur noch eins ein: wer sich auf solche Leute verläßt, ist bald selbst verlassen!
06 September 2006
Schneckenpost
Diesen Artikel widme ich der europäischen Post :-)Als ich gestern in meinen SAP Briefkasten schaute, staunte ich nicht schlecht, denn wer mag es glauben, dass ich schon im September die erste Weihnachtspost bekomme: Joyeux Noël! Der Brief kam von Kollegen aus SAP Bulgarien, mit denen ich letztes Jahr zusammengearbeitet habe. Aber wer feiert denn Weihnachten im September? Ich glaube, es hat ganze 5 min gedauert, bis ich feststellte, dass die Post an diesem Umstand Schuld trug. Der Brief ist (laut Stempel) am 30.12.2005 bei der Post eingegangen und ganze 35 Wochen später am 01.09.2006 bei mir eingetroffen! Welch eine Leistung!!!
Ich habe mir den Spaß gemacht und die Entfernung von Sofia (SAP Bulgarien) und Mougins (SAP Frankreich) berechnet. Drei unterschiedliche Ergebnisse verschiedener Routenplaner führen zu einem arithmetischen Mittel von 1742km. Selbst unter der Annahme, dass der Postbote a) zu Fuß gelaufen wäre und b) dieser mit einer Durschnittsgeschwindigkeit von 5,4km/h vorankommt, hätte er nur 322h (1742/5,4) benötigt. Wenn der Postbote, ähnlich der Arbeitszeit der Post, 8h am Tag gelaufen wäre, hätte der Brief 40 Tage (322/8) später, d.h. bei einer 6-Tage-Woche am 15.02.2006 in Mougins eintreffen müssen.
Tatsächlich aber ist der Brief 35 Wochen (*6) = 210 Tage (*8) = 1680 h nach dem Aufgeben bei der Post eingegangen. Das heißt, dass der Postbote (wenn es den gegeben hat) entweder (1) total getrödelt hat und nur mit einer Durschnittsgeschwindigkeit von ca. 1km/h vorankam (1742/1680) oder aber (2) einen falschen Weg eingeschlagen hat und von Sofia über x nach Mougins ganze 9.072km (1680*5,4) gelaufen ist, was der fünfachen Enfernung entspricht.
Da gelobe ich mir die Kommunikation mit modernster Technologie und präferiere das Internet :-)
04 September 2006
Identitätsverlust - Wo bitte geht's zum Therapeuten?
Ich bin ein Mac :-)
Ja, ich habe mir also ein MacBook gekauft. Befinde mich hier momentan über den Wolken Deutschlands auf einem schönen easyjet Flug und freue mich über "das kleine Weiße", an dem ich jetzt ganz ohne Platzprobleme (mit meinem 13'er) diesen Blogeintrag schreibe :-)
Äh, tschudligung? Wie es kommt, dass ich mich diesen (ja für mich neuen) Herausforderungen stelle? Wieso ein Unix Betriebssystem? Nancy liest die neuste Apple-Zeitschrift und erkundet Flock und Virtue Desktop? Gmail und nie wieder Internet Explorer?! Klingt komisch?! Is aber so! Keine Sorge, für mich auch! Müßte ich denn nicht vielmehr die Opportunitätskosten dieses Kaufes berechnen, wie es ein ordentlicher BWL'er eben so tut?
Nun, man könnte glauben, ich werde doch noch geeky. Danke an Euch Mitglieder vom HPI. Danke an Dich Martin für die Einführung in diese Welt :-) Ich gebe zu, ich find's spannend *lol* und frage mich die ganze Zeit, wie es nun wohl aus einer rein gesellschaftlich-sozialen Perspektive heraus zu bewerten ist, dass ich heute abend eigentlich viel lieber die anderen tollen Funktionalitäten dieses Mac's ausprobieren würde als meine "Verabredung" wahrzunehmen! *Kulleraugen-mach*
written on a Mac :-)
Gibt's doch gar nicht ...
...gibt's ja wohl! Hallo und herzlich willkommen in meinem Blog!
Tja, wer hätte das gedacht, dass ich als stolze BWL'erin mit bewußter Antipathie gegen die große Welt der Informatik hier meinen ersten Blog veröffentliche :-)
Aber insbesondere dieses WE hat mir wieder gezeigt, dass es viel zu schade wäre, all meine skurilen Erlebnisse und wunderbaren Erfahrungen nicht mit Euch zu teilen. Und wie oft habe ich schon daran gedacht, ein Buch zu schreiben?! Warum also hier nicht erstmal ein Blog!!
